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	<title>Maria Jachs</title>
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		<title>Was ist aus dir geworden?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 10:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Frage stellen wir vielfach dann, wen wir jemanden lange Zeit nicht mehr gesehen haben und neugierig darauf sind, wie der Lebensweg dieser Person verlaufen ist. Oftmals fühlt sich der Gesprächspartner dabei unwohl, weil dieser annimmt, jetzt großartige Geschichten erzählen zu müssen. Wie beispielsweise „Ich bin glücklich verheiratet, habe 2 Kinder, die erfolgreich studieren, beruflich <a href="http://www.mariajachs.at/?p=348" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage stellen wir vielfach dann, wen wir jemanden lange Zeit nicht mehr gesehen haben und neugierig darauf sind, wie der Lebensweg dieser Person verlaufen ist. Oftmals fühlt sich der Gesprächspartner dabei unwohl, weil dieser annimmt, jetzt großartige Geschichten erzählen zu müssen. Wie beispielsweise „Ich bin glücklich verheiratet, habe 2 Kinder, die erfolgreich studieren, beruflich habe ich eine hohe Position erreicht, das Haus befindet sich in einem angesehen Viertel der Stadt…..und so weiter.</p>
<p>Wenn ich aber auf den Grund der Frage gehe und das <strong>Wort „werden“ als Verb verstehe</strong>, dann beschreibt es  den Entwicklungsprozess der Persönlichkeit. Dabei gehe ich davon aus, dass ich die Person kennengelernt habe mit verschiedenen Stärken, Talenten, Wertvorstellungen, Charakterzügen, einzigartigen persönlichen Merkmalen und Zukunftsvisionen.</p>
<p>Wenn wir jung sind, dann „<strong>brennen“ wir für unsere Vorhaben</strong>, wollen die Welt ändern und uns für Gerechtigkeit einsetzen. Wir spüren auch, was unser Herz zum Lachen bringt und erkennen, was uns wichtig ist im Leben. Wir sind insgeheim überzeugt, dass wir einzigartig sind und jeder von uns, seine eigene besondere Aufgabe im Leben hat.</p>
<p>Das Konzept der <strong>„Einzigartigkeit“</strong> des Menschen sagt für mich aus, dass wir mit einem <strong>„HABEN“ an persönliche Anlagen</strong> auf die Welt kamen.  Gerade zwischen dem vierten und siebten Lebensjahr kommen diese Anlagen häufig schon zum Ausdruck. Diese These ist nicht neu und wissenschaftlich belegt.</p>
<p>Was wir jedoch aus unserem HABEN machen und/oder wie uns die Umwelt dabei unterstützt, wird in der Phase des WERDENs entscheidend.</p>
<p>„WERDEN“ bedeutet aus meiner Sicht, sich zu entwickeln, zu wachsen, die eigene Persönlichkeit auszuformen, den Wesenskern herauszuschälen und dafür Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Voraussetzung dafür ist, dass wir uns selbst kennenlernen, sich selbst ins „Auge“ blicken, zur eigenen Wahrheit  finden, um letztlich <strong>„authentisch“ zu werden</strong> und dann <strong>zu „SEIN“.</strong></p>
<p><strong>Die Natur gibt uns die besten Beispiele für diesen Haben-Werden-Sein Prozess</strong>. Im Garten, wo wir Pflanzen säen, schaffen wir Platz, bereiten die Saat vor und bringen sie dann in die Erde.</p>
<p>Im Werdeprozess geht es um die Pflege, Zuwendung und Nahrung, aber auch um die Umweltbedingungen wie Wetter, Schutz vor Schädlingen usw. Und erst nach dieser Phase können wir erkennen, wie sich die Saat entwickelte, wie stark und frisch die Pflan-zen geworden sind und welche Früchte oder Blüten sie zeigen.  Die Pflanze ist in sich authentisch und bringt das zum Ausdruck, als was sie gedacht war. Auf den Menschen übersetzt hieße das, „sich selbst zum Blühen bringen“ oder „sich selbst zum Ausdruck bringen = Früchte des Ichs zeigen“.</p>
<p>* * * *</p>
<p>Ich will hier noch auf das <strong>Wort „werden“ als Hilfszeitwort</strong> eingehen und einen aus meiner Sicht wesentlichen Aspekt aufzeigen.</p>
<p>Ich beschäftige mich schon seit geraumer Zeit mit der „Wirkung der Sprache auf den Menschen“. Dazu besuchte ich unter anderem Seminare bei LINGVA ETERNA® mit Mechthild Scheurl-Defersdorf, Sprachwissenschafterin und Theodor Stockert, Arzt und Psychotherapeut in Nürnberg.</p>
<p>Es fiel mir auf, dass es in Mode gekommen ist, alles Tun in der Gegenwartsform zu formulieren und gleichzeitig auch noch das Wörtchen „muss“ mit hinein zu packen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bsp.:</span> Ich muss diese Woche die Monatsabrechnung machen. Ich muss Wäsche waschen. Ich muss mit dem Chef sprechen. Ich mache die Vorbereitung für das Symposium………</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Auswirkung:</span> Dies spürt sich an, als würde alles jetzt am Arbeitsprogramm stehen und im gleichen Moment umgesetzt werden müssen. Damit laden wir uns alles in den „Rucksack“ und tragen diesen solange,  bis die einzelnen Tätigkeiten abgeschlossen sind. Ich meine, dies ist eine unnötig schwere Last, die man sich hier aufbürdet.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die sprachliche Differenzierung zwischen Gegenwart und Zukunft</span> ist ganz wesentlich für unser Wohlbefinden.  Wenn wir die Zukunftsform verwenden, dann haben wir genau genommen auch eine Zukunft, eine Perspektive und die Chance, sich innerlich auf das zukünftige Tun einzustimmen.</p>
<p>Auch das <strong>Wort „muss“ soll gut überlegt sein</strong> und bewusst angewendet werden.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Tipps:  Bewusst die Zukunftsform Future I verwenden<br />
</strong>Sprechen Sie 2x den Satz und fühlen Sie die Wirkung. Werden Sie sich dieser Veränderung bewusst. Vergleichen Sie die Wirkung mit den Sätzen auf Seite 2.<br />
<span style="text-decoration: underline;">Future I:</span><br />
Ich werde diese Woche die Monatsabrechnung machen.<br />
Ich werde die Wäsche waschen. Ich werde mit dem Chef sprechen. Ich werde morgen mit den Vorbereitungen für das Symposium beginnen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Future II:</span><br />
Ganz wirkungsvoll ist Future II bei Tätigkeiten, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen sein sollen:<br />
Ich werde bis Freitagmittag die Monatsabrechnung gemacht haben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">„muss“ weglassen und nur ganz gezielt anwenden</span><br />
Das Wort „muss“ erzeugt enormen Druck und nimmt uns viel Kraft weg. Sollten Sie viel Stress haben in Ihrem Leben, dann können Sie sich Erleichterung schaffen.<br />
Achten Sie 3 Wochen auf ihre Sprache und lassen Sie das Wort „muss“ weg.</p>
<p>****</p>
<p><strong><span style="color: #800000;">WERDE DU SELBER!</span></strong></p>
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		<title>Du sollst Vater und Mutter ehren?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 10:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele von uns sind mit diesem christlichen Gebot aufgewachsen. Das vierte Gebot fordert die Ehrfurcht der Kinder vor Vater und Mutter und verweist auf die rechte Beziehung der Kinder zu den Eltern. Ist dies ein religiöser Unfug oder hat es vielleicht doch eine wesentliche Bedeutung für unser Leben? Der Begriff „Ehre“ ist etymologisch sehr alt <a href="http://www.mariajachs.at/?p=343" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele von uns sind mit diesem christlichen Gebot aufgewachsen. Das vierte Gebot fordert die Ehrfurcht der Kinder vor Vater und Mutter und verweist auf die rechte Beziehung der Kinder zu den Eltern. Ist dies ein religiöser Unfug oder hat es vielleicht doch eine wesentliche Bedeutung für unser Leben?</p>
<p>Der<strong> Begriff „Ehre“</strong> ist etymologisch sehr alt und geht auf die sehr frühe griechische Ge­schichte, nämlich auf das 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurück. Homer zufolge ist die Ehre ein Wort aus der Kampfsphäre. Dem, der gewonnen hat, gebührte die Ehre. Verletzte bzw. beleidigte Ehre konnte schon damals nur im Kampf wiederhergestellt werden. Ehre stand auch im Zusammenhang mit dem Besitz. Nur die besitzende Schicht konnte Ehre haben.</p>
<p>Die ritterliche Ehre des frühen und hohen Mittelalters stand der Bedeutung des Wortes in der homerischen Zeit noch sehr nah. Im 13. Jahrhundert bedeutete „ere“ in Mittelhochdeutsch oder „era“ in Althochdeutsch <strong>Ansehen, Anerkennung, Erfolg</strong>. Die vielseitigen Verpflichtungen vom Feudalherrn und Lehnsmann wie <strong>Achtung, Schutz, Ansehen, Besitz</strong> spiegelten sich im Wort wider.</p>
<p>Heute übersetzen wir Ehre in etwa mit <strong>„Achtungswürdigkeit</strong>“ einer Person, die jemanden gegeben oder von anderen Personen zuerkannt wird.  Beim Verlust der Ehre ist auch von Gesichtsverlust die Rede, was sich auf den Verlust von Ansehen innerhalb eines Kollektivs bezieht.</p>
<p><strong>Bert Hellinger</strong>, Psychoanalytiker und systemischer Familientherapeut definiert Ehre der Eltern: <strong>„Die Eltern ehren heißt, sie nehmen und lieben, so wie sie sind,….“</strong></p>
<p>Durch die Anerkennung der Eltern, <span style="text-decoration: underline;">achten wir die eigenen Wurzeln und stärken das eigene Identitätsgefühl</span>. Wir sind immer Teil unserer Eltern und wenn wir unsere Eltern ablehnen, bedeutet das, dass wir auch Teile in uns selbst ablehnen bzw. nicht annehmen können.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Sind wir den Eltern noch „böse“,</span> weil unsere Kindheit nicht so verlief, wie wir es gebraucht hätten, dann binden wir uns unbewusst an die Vergangenheit. Wir sind somit nicht frei, wirklich erwachsen zu werden und auf das eigene Leben zu schauen und sich selbst weiter zu entwickeln.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Oft suchen wir auch in unseren Lebenspartnern noch unsere Väter und Mütter</span>, die dann unsere unerfüllten Sehnsüchte und Wünsche stillen sollen, das dann zur völligen Überforderung des Partners führt. Hier ist Reflexion des eigenen Handelns ein wichtiger Aspekt zur Selbsterkenntnis.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Auch übertragen wir manchmal das Elternsystem in den beruflichen Kontext</span>, wo die Vorgesetzten die Eltern wieder spiegeln. Häufig haben Konflikte und Unzufriedenheit mit Vorgesetzten mit der Missachtung der eigenen Eltern zu tun.</p>
<p><strong>Bedeutsam ist, dass sich jeder bewusst macht, welche Gedanken und Gefühle den Eltern gegenüber da sind</strong>. Hören Sie sich selbst reden, wie Sie von den eigenen Eltern sprechen, dann können Sie feststellen, wie der Status der Beziehung ist. Seien Sie <strong>ehr</strong>lich zu sich selbst und nehmen Sie wahr, was Sie sich heute noch von den Eltern wünschen oder welche negativen Emotionen noch da sind. Nehmen Sie diese Gefühle und Bedürfnisse ernst. Diese sind der Schlüssel zu einer guten Lösung.</p>
<p>Manchmal ist es auch notwendend, die <span style="text-decoration: underline;">Wünsche und Erwartungen an die Eltern zu verabschieden</span> und zu betrauern. Durch das Bewusstmachen, Aussprechen und Verflüssigen (Tränen) können Blockaden und aufgestaute Energien gelöst werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Bei schwerer Gewalt und Misshandlung</span> ist es unter Umständen gut, mit den Eltern auf Distanz zu gehen und die Verletzungen in Beratung oder Therapie aufzuarbeiten. Damit befreien Sie sich und Sie schützen sich selbst davor, dass Sie unter Umständen diese negativen Emotionen auf sich selbst oder andere übertragen. Wunden können heilen und vernarben und die Orientierung zum eigenen Leben gelingt wieder.</p>
<p>Hier achtet man die Eltern, in dem man ihr Schicksal anschaut und ihnen danke sagt, für das was sie Gutes geben konnten.</p>
<p>Grundsätzlich sind <strong>Selbstfürsorge und Selbstachtung</strong> bedeutsame Elemente in der Stärkung der eigenen Identität.</p>
<p><strong>Tipps:</strong></p>
<ul>
<li>Wenn Eltern in die letzte Lebensphase kommen, entsteht oftmals die Chance zur Versöhnung. Die kann in vielfältiger Form stattfinden, wie zB. durch ein Gespräch, ein Geschenk oder einfach nur in der Form des Handhaltens.</li>
<li> Nehmen Sie es an und lassen Sie sich davon berühren. Gerade dann, wenn Sie genau das ein ganzes Leben lang vermisst haben. Es stärkt Ihr seelisches Gleichgewicht und die Basis für Ihr eigenes Leben.</li>
</ul>
<p><strong>Eltern sein, ist eine große Aufgabe, die wir manchmal besser und manchmal nicht so gut meistern. Zwei Sätze sollten Sie jedoch Ihren Kindern immer wieder von Herzen sagen können, </strong></p>
<p><span style="color: #800000;"> <strong>„Ich liebe dich.“</strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"> <strong>„Ich bin stolz auf dich.“</strong> </span></p>
<p><strong>Damit legen Sie als Eltern einen wesentlichen Grundstein für das Leben Ihres Kindes.</strong></p>
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		<title>„Das Loslassen ähnelt dem Öffnen der Hand, um etwas freizugeben, das man festgehalten hat.“</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 13:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jon Kabat-Zinn Trauern und Loslassen ist ein emotionaler und mentaler Prozess. Bei jeder Veränderung von Lebensprozessen in und um uns, wird die dazu gehörende Trauer aktiviert. Gründe zum Trauern gibt es viele, wie z.B. nicht erfüllte Lebensträume, Wünsche, Erwartungen, Sehnsüchte, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust von Materiellem, Verlust der Heimat, bei Verlust von Menschen und auch <a href="http://www.mariajachs.at/?p=330" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jon Kabat-Zinn</p>
<p>Trauern und Loslassen ist ein emotionaler und mentaler Prozess. Bei jeder Veränderung von Lebensprozessen in und um uns, wird die dazu gehörende Trauer aktiviert. Gründe zum Trauern gibt es viele, wie z.B. nicht erfüllte Lebensträume, Wünsche, Erwartungen, Sehnsüchte, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust von Materiellem, Verlust der Heimat, bei Verlust von Menschen und auch beim Loslassen von Kindern, Freunden usw.<br />
Im Verlauf des Lebens gilt es, von Vielem Abschied zu nehmen, Abschiede zu durchleben und Trennungen zu verkraften. Der Mensch wurde dafür mit dem Potential der Trauerfähigkeit ausgestattet.</p>
<p><strong>Der Umgang mit Trauer ist jedoch für die meisten Menschen ungewohnt</strong> und wird viel zu wenig praktiziert. Die berechtigte Trauer, die „durchgegangen und durchlebt“ werden möchte, kommt nicht zu ihrem natürlichen Recht. Es fehlen uns Vorbilder, Trauerbräuche und vor allem ein gesellschaftliches Bewusstsein über die natürlichen Vorgänge der Seele.</p>
<p><strong>Verdrängen wir unsere Trauergefühle</strong> und packen diese symbolisch gesprochen in eine „Schachtel“, dann besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass uns diese im Laufe des Lebens irgendwann wieder begegnen werden, in welcher Form auch immer.</p>
<p><strong>Trauer ist keine Krankheit. Aber unser leichtfertiger Umgang mit ihr, kann krank machen.</strong><br />
Durchlebte Trauer und der abgeschlossene Prozess des Loslassens unterstützt uns dabei, wieder eine gute Orientierung zu finden und ein vitales Leben zu führen.</p>
<p>Aus der Praxis möchte ich zwei wichtige Aspekte aufzeigen:</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Loslassen der Kinder /Abnabelung vom Elternhaus</strong></p>
<p>Als Elternteil ist es natürlich hart, wenn das Kind nun erwachsen ist und das eigene Leben leben will. Viele erwachsene Kinder (speziell die Jüngst-Geborenen) haben häufig ein schlechtes Gewissen, wenn sie das Elternhaus verlassen und sich auf das eigene Leben konzentrieren. Sie  spüren die Trauergefühle und das Leid der Eltern und glauben, nicht gehen zu dürfen, weil sie das doch der Mutter oder dem Vater nicht antun können. Gerade auch in Situationen, wenn ein Elternteil allein oder in einer unerfüllten Partnerschaft lebt.</p>
<p>Diese emotionale Bindung, die hier entsteht, ist unnatürlich und entspricht nicht einem gesunden Lebensverlauf. Nähe und Distanz zwischen Eltern und den erwachsenen Kindern variieren im Verlauf der Eltern-Kind Beziehung. Die Kinder müssen weggehen, um ihre eigene Identität auszuformen, Selbstverantwortung zu lernen  und das eigene Leben zu gestalten. Und dazu gehört es auch eigene Lebenserfahrungen und Fehler zu machen. Auch erlebe ich in der Praxis immer wieder, wie sehr die Eltern in der Paarbeziehung der Kinder mitbestimmen.</p>
<p>Lassen Sie ihre Kinder los. Freuen Sie sich darüber, wieder mehr Zeit zu haben. Genießen Sie es auch, sich zurückzulehnen. Trauen sie ihren Kindern das Leben zu und hören Sie auf, sich Sorgen zu machen oder Ratschläge zu geben. Den erwachsenen Kindern zuhören und Mut machen, dass sie ihren eigenen Weg schaffen, sind wunderschöne Gesten. Es fördert vor allem auch, dass Kinder ihre Eltern achten können. Gestalten Sie Rituale des Zusammenkommens und des gemeinsamen Austausches (Qualität geht vor Quantität!!).</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Umgang mit</strong> <strong>Trauergefühlen bei Fehl- und Totgeburten</strong></p>
<p><strong>Wenn eine Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt endet oder das Kind tot zur Welt kommt, ist die Trauer der Eltern unermesslich. </strong>Eltern, deren Hoffnung auf ein Kind<strong> </strong>so zusammenbrach, reagieren sehr unterschiedlich: Viele Frauen möchten das verstorbene Kind gar nicht sehen oder empfinden den Anblick als erschreckend. Fast immer treten dabei auch quälende Gedanken und Schuldgefühle auf. <strong>War die Schwangerschaft noch nicht weit fortgeschritten, bleibt ihnen dann auch kaum die Möglichkeit, <span style="text-decoration: underline;">offen</span> zu trauern. Das Verständnis und das Bewusstsein der Umwelt fehlen meist.</strong></p>
<p>Auch für die Männer ist es hart: Oftmals bekommen sie nicht einmal Sonderurlaub, sie müssen schnell wieder &#8220;funktionieren&#8221;. Mitfühlende Verwandte oder Freunde neigen manchmal auch dazu, vor allem der Frau Trost zu spenden &#8211; nach den Gefühlen des Mannes wird selten gefragt.</p>
<p>Ich will verstärkt auf dieses Thema aufmerksam machen, weil gerade hier die unbewältigte Trauer massive Auswirkungen hat und über Generationen hinweg im Familiensystem noch spürbar ist.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Literaturhinweis:</strong> <strong>Dr. Jorgos Canacakis</strong> und <strong>Dr. Elisabeth Kübler Ross</strong> haben zu diesem<br />
Themenbereich wertvolle Bücher geschrieben – sehr empfehlenswert und im regulären Buchhandel erhältlich.</p>
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		<title>„Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.“</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 13:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antonovsky]]></category>
		<category><![CDATA[Frankl]]></category>
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		<category><![CDATA[Suche nach Sinn]]></category>
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		<description><![CDATA[Viktor Frankl (angelehnt an Friederich Nietzsche) Die Suche nach Sinnerfüllung scheint eine Gemeinsamkeit aller Menschen zu sein und das Gefühl, als Mensch etwas Sinnvolles zu tun und in etwas Sinnvolles eingebettet zu sein, ist notwendiger Bestandteil unserer Integrität und Gesundheit.  Aaron Antonovsky fand heraus, dass neben dem Gefühl der Verstehbarkeit und dem Gefühl der Handhabbarkeit <a href="http://www.mariajachs.at/?p=325" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viktor Frankl (angelehnt an Friederich Nietzsche)</p>
<p>Die Suche nach Sinnerfüllung scheint eine Gemeinsamkeit aller Menschen zu sein und das Gefühl, als Mensch etwas Sinnvolles zu tun und in etwas Sinnvolles eingebettet zu sein, ist notwendiger Bestandteil unserer Integrität und Gesundheit.</p>
<p> Aaron Antonovsky fand heraus, dass neben dem <strong>Gefühl der Verstehbarkeit und dem Gefühl der Handhabbarkeit</strong> des Lebens auch das <strong>Gefühl der Sinnhaftigkeit</strong> / Bedeutsamkeit nicht nur wichtig ist, sondern nach seiner Einschätzung sogar die größte Bedeutung hat.</p>
<p><em><strong>„Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zuschauen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich,“</strong></em> sagte Albert Camus und Viktor Frankl ging davon aus: <em>„<strong>Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben“.</strong></em></p>
<p>Wie wichtig es ist, dass wir etwas haben, was unserem Leben einen Sinn gibt, zeigt sich besonders in Situationen, in denen wir aus unserem Alltagstrott herausgerissen werden, beispielsweise durch schwere Krankheit oder andere Umstände und Schicksalsschläge, die uns zwingen, unser Leben neu auszurichten.</p>
<p>Es muss aber nicht unbedingt ein durch den Glauben an einen Gott bedingter Sinn sein, der uns hilft, mit schweren Schicksalsschlägen umzugehen, sondern auch im Alltag ist die Sinnhaftigkeit wichtig, weil es darin auch um das Thema Motivation geht. <strong>Motivation (von lat.</strong> <strong>Motus – „Bewegung“)</strong> ist die Bewegung auf ein Motiv, ein sinnhaftes Ziel hin. Und Sinn ist die Basis, auf der wir bereit sind, etwas zu ändern.</p>
<p>Doch Ziele machen unser Leben nicht nur erträglich, sie bestimmen unser Denken und Handeln. Die vielleicht schönste Untermauerung dieser These stammt von Antoine Saint-Exupery:</p>
<p><strong>„Wenn Du ein Schiff bauen willst, </strong><strong>so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben, </strong><strong>sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!“</strong></p>
<p>Ob wir an Gott oder eine andere sinngebende Instanz glauben oder es nun unsere Ideale sind, welche unserem Leben Sinn verleihen, um Ziele zu finden, in <span style="text-decoration: underline;">allen</span> Fällen reicht dies allein nicht aus. Wir benötigen auch Wegweiser = mehr oder weniger ausformulierte Werte, welche uns im Alltag möglichst konkret eine Richtung geben und im Einklang mit unseren Idealen oder der sinngebenden Instanz stehen.</p>
<p><span id="more-325"></span></p>
<p>Ob wir nun selbst Sinn produzieren auf die Frage hin <strong>„Was ist lohnend oder was lädt mich auf?“ </strong></p>
<p>oder wir uns nach Lehre von Frankl richten und „in die Welt hineinschauen“ <strong>„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt, </strong><strong>er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, </strong><strong>der dem Leben zu antworten – das Leben zu verantworten hat</strong></p>
<p>ist meines Erachtens nicht so entscheidend. Für mich haben beide Ansätze ihre Berechtigung. Werden Sie zu Ihrem inneren Forscher und betrachten Sie Ihr Leben mit dem Ziel, es so auszurichten, dass Sie als sehr alter Mensch mit dem Gefühl der Zufriedenheit zurückblicken können.</p>
<p><span style="color: #800000;"><strong><!--more--></strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>Weitere mögliche Fragestellungen:</strong></span></p>
<p>Warum tue ich das, was ich tue? Was ist mir dabei wichtig? Will ich das wirklich?</p>
<p>Welche Stärken und Talente habe ich und wo würde es mir Freude machen, diese umzusetzen?</p>
<p>Wofür stehe ich im Leben? Wofür würde ich mich leidenschaftlich einsetzen?</p>
<p>Literatur/Quelle: Referate Dr. Burkhard Dresen sowie Manfred Hillmann, Salutogenese-Kongress Bad Gandersheim / Deutschland;</p>
<hr size="2" /><span style="color: #800000;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>„Es gibt nichts auf der Welt, das einen Menschen so sehr befähigte, äußere Schwierigkeiten oder innere Beschwerden zu überwinden, als das Bewusstsein, eine  </strong><strong>Aufgabe im Leben zu haben. (Viktor Frankl)</strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Achtung&#8221; als Brücke in der Kommunikation</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 12:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Achtung]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bedeutet das Wort „Achtung“ eigentlich. Nun wenn man den Duden aufschlägt, heißt es da Hochschätzung, Respekt aber auch Vorsicht. Das sind alles wesentliche Werte für die zwischenmenschliche Ebene, nur wie gehen wir im Alltag damit um? Ist dieses Konzept der Achtung zum Teil verloren gegangen? Hat unsere Kultur darauf vergessen? Für mich hat Achtung <a href="http://www.mariajachs.at/?p=321" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet das Wort „Achtung“ eigentlich. Nun wenn man den Duden aufschlägt, heißt es da Hochschätzung, Respekt aber auch Vorsicht.</p>
<p>Das sind alles wesentliche Werte für die zwischenmenschliche Ebene, nur wie gehen wir im Alltag damit um? Ist dieses Konzept der Achtung zum Teil verloren gegangen? Hat unsere Kultur darauf vergessen?</p>
<p>Für mich hat <strong>Achtung weniger moralischen Wert</strong>, sondern bildet vielmehr die <strong>Grundvoraussetzung für ein gelungenes Miteinander</strong> auf einer partnerschaftlichen Ebene, in dem sich der Mensch in seiner Unterschiedlichkeit mehr als nur toleriert fühlt.</p>
<p>Achtung ist <strong>mehr als Toleranz</strong> oder auch Hochschätzung. Bei dem Wort Hochschätzung ereilt mich ohnehin der Gedanke, es könnte sich um Majestät und Untertanen handeln.</p>
<p>Achtung ist eine <strong>besondere Form der Liebe</strong>, bei der wir den anderen mit all seinen Stärken, Talenten, Schwächen und Unzulänglichkeiten annehmen, sozusagen die ganze Person samt ihrer Geschichte. Sie setzt den Willen voraus, den anderen verstehen zu wollen und auch unverständliche Teile unbewertet zu lassen. Es entsteht eine ebenbürtige Kommunikation miteinander, die <strong>es ermöglicht sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu finden.</strong></p>
<p>Achtung beinhaltet <strong>auch Selbstachtung</strong>, d.h. wie gehe ich mit mir selbst um? Sorge ich gut für mich, nehme ich auch meine Bedürfnisse und Gefühle wahr und ernst? Und drücke ich dies wahrhaft authentisch in meinem Leben aus? Oder sind es nur die anderen, die wichtig sind?</p>
<p>Zur Selbstachtung gehört auch, die eigenen Talente, Fähigkeiten und Stärken wahrzunehmen, wertzuschätzen und auszudrücken. Glauben Sie mir, wenn sich die Menschen mehr trauen würden, das zu tun, was sie von Herzen gern tun würden, dann wäre so manches Leben glücklicher, friedvoller und gesünder.</p>
<p>Der Wert „<strong>Achtung“ drückt sich im Denken, Fühlen und Handeln aus</strong>. Ob es sich nun um Selbstachtung oder um Achtung gegenüber anderen Menschen, Tieren und Pflanzen handelt.</p>
<h3><span style="color: #800000;">Einige mögliche Ausdrucksformen:</span></h3>
<p>Ich vergleiche mich nicht. Ich fühle oder sehe mich weder besser noch schlechter, klüger oder dümmer.</p>
<p>Ich wertschätze und erkenne die Individualität jedes Einzelnen an &#8211; auch meine eigene.</p>
<p>Ich heiße andere willkommen und fühle mich auch herzlich willkommen bei anderen.</p>
<p>Ich handle authentisch (echt) und treffe Entscheidungen aus dieser Ebene heraus. In einem kurzen inneren Dialog kann ich die Echtheit meiner Entscheidung überprüfen.</p>
<p>Ich akzeptiere in der Kommunikation den anderen mit seiner Lebensgeschichte und alles was dazugehört und lasse sie bei ihm.</p>
<hr size="2" /><strong><span style="color: #800000;">***“Achte ***</span></strong></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>auf deine Gedanken, </strong><strong>denn sie werden Wörter,</strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>achte auf deine Wörter, </strong><strong>denn sie werden Handlungen,</strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>achte auf deine Handlungen, </strong><strong>denn sie werden Gewohnheiten,</strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>achte auf deine Gewohnheiten, </strong><strong>denn sie werden dein Charakter,</strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;"><strong>achte auf deinen Charakter, </strong><strong>denn er wird dein Schicksal.</strong></span></p>
<p><span style="color: #800000;">(aus dem Talmud) <strong> </strong></span></p>
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		<title>Schritt für Schritt zum Arbeitsziel</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 12:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Beppo der Straßenkehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Unzufriedenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie bei Ihrer Arbeit völlig gestresst sind, wenn es Sie fast zerreißt und wenn Sie bei Büroschluss das Gefühl haben, dass Sie den ganzen Tag zwar viel getan haben, aber der „Berg an Arbeit“ nicht kleiner geworden ist, dann erleben Sie Erschöpfung, ein Unzufriedenheitsgefühl und nach längerer Zeit auch die ersten körperlichen Auswirkungen.  Dazu <a href="http://www.mariajachs.at/?p=315" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Sie bei Ihrer Arbeit völlig gestresst sind, wenn es Sie fast zerreißt und wenn Sie bei Büroschluss das Gefühl haben, dass Sie den ganzen Tag zwar viel getan haben, aber der „Berg an Arbeit“ nicht kleiner geworden ist, dann erleben Sie Erschöpfung, ein Unzufriedenheitsgefühl und nach längerer Zeit auch die ersten körperlichen Auswirkungen.</strong></p>
<p> Dazu widme ich Ihnen auszugsweise die Geschichte von <strong>Beppo  &#8211; der Straßenkehrer</strong> – stammt aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende. Vielleicht erkennen Sie auch die eine oder andere Verhaltensweise und deren Auswirkung.</p>
<p>„Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude. Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte&#8230;..<br />
Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. „Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel</p>
<p> „Es ist so: <strong>Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“<br />
</strong>Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: “<strong>Und dann fängt man an, sich zu eilen</strong>. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.</p>
<p>Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „ <strong>Man darf nie an die ganz Straße auf einmal denken, verstehst du</strong>? <strong>Man muss nur an den nächsten Schritt denken</strong>, <strong>an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich.</strong> Und immer wieder nur an den nächsten.“<br />
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: <strong>“Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“<br />
</strong></p>
<p>Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „ Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie und man ist nicht außer Puste.“ Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“</p>
<p><strong>Erkenntnisse für das tägliche Leben:</strong></p>
<ol>
<li>Es bringt wenig, an mehreren Aufgaben „gleichzeitig“ zu arbeiten. Sie verzetteln sich nur dadurch und in Summe ist Ihre Arbeitsleistung geringer, als wenn Sie der Reihe nach vorgehen. <strong>Sie können ja auch nicht mehrere Lieder auf einmal singen</strong>.</li>
<li>Konzentrieren Sie sich auf den nächsten Schritt und orientieren Sie sich dabei an ihr Ziel. Nur <strong>der nächste Schritt zählt jetzt im Augenblick</strong>; auf ihn müssen Sie ihre Kraft und Energie richten.</li>
<li>Lassen Sie sich durch eine große Arbeitsfülle nicht unter Druck setzen. <strong>Nicht die Arbeit selbst setzt Sie unter Druck, das tun Sie schon selbst.</strong></li>
<li><strong>Halten Sie zwischendurch bei Ihrer Arbeit inne</strong>, damit Sie sehen, was Sie schon erreicht haben, und freuen Sie sich über Ihre bisherigen Erfolge. Das motiviert Sie für den weiteren Weg, sie fühlen sich gut und bleiben kreativ in Ihrer Arbeit.</li>
<li><strong>Versuchen Sie jeder Tätigkeit</strong> – auch wenn Sie Ihnen vielleicht noch so fad, nervig, dumm, nutzlos, lästig usw. erscheinen mag – <strong>etwas Positives abzugewinnen</strong>. Die Arbeit wird Ihnen leichter von der Hand gehen und Sie haben die für Sie lästige Angelegenheit im Nu erledigt.</li>
<li><strong>Schenken Sie sich nach der Arbeit Zeit und begeben Sie sich an einen Ort, wo es ganz still ist</strong>. <strong>Erst in der Stille haben wir die Chance, den Tag aufzuarbeiten und zu uns selbst zu kommen.</strong></li>
</ol>
<p> </p>
<p>Literatur/Quelle: Ein Arbeitsbuch zur Selbstorganisation „Zeit haben heißt NEIN sagen“ August Höglinger / S. 79-80</p>
<hr size="2" /><strong>Hinweis auf einige Fallen, die Sie einladen sich völlig zu überfordern:</strong></p>
<p><strong> </strong>„geringer Selbstwert, Perfektionismus, beliebt sein zu wollen, durchlässige eigene Grenzen, ich bin ja so sozial orientiert und löse gerne Probleme anderer,  nur ich kann<br />
 die Aufgabe so gut ausführen – fehlende Delegationsfähigkeit, ziellose Besprechungen, fehlende Aufgabenprioritäten und -ziele, sich für alles zuständig fühlen…. uvam.</p>
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		<title>Erfolg &#8211; ein kompliziertes Phänomen</title>
		<link>http://www.mariajachs.at/?p=308</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 12:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[erfolgreich sein]]></category>
		<category><![CDATA[Feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn uns etwas gelingt, sind wir einfach glücklich und zufrieden. Doch die Zufriedenheit, die wir aus dem Erfolg gewinnen, ist kein ganz unkompliziertes Phänomen. Tagtäglich gelingen uns alle möglichen Dinge, ohne das wir dabei so etwas wie „Freude“ über diese Erfolge empfinden. Wahrscheinlich ist man sich nicht einmal bewusst, welch enormes Ausmaß die eigenen Erfolge <a href="http://www.mariajachs.at/?p=308" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn uns etwas gelingt, sind wir einfach glücklich und zufrieden. Doch die Zufriedenheit, die wir aus dem Erfolg gewinnen, ist kein ganz unkompliziertes Phänomen.</p>
<p>Tagtäglich gelingen uns alle möglichen Dinge, ohne das wir dabei so etwas wie „Freude“ über diese Erfolge empfinden. Wahrscheinlich ist man sich nicht einmal bewusst, welch enormes Ausmaß die eigenen Erfolge de facto haben. Damit man aber <strong>Freude über seinen Erfolg</strong> spüren kann, muss man <strong>ihn anerkennen</strong> und <strong>das Gefühl haben, dass die eigene Arbeit für einen selbst und auch für die anderen wertvoll ist. </strong></p>
<p>Vielleicht kennen Sie die <strong>Geschichte </strong>von dem Mann, der einst durch das mittelalterliche Italien reiste und dabei ein paar Männern begegnete, die Steine bearbeiteten. Einer sah deprimiert aus und schien seiner Arbeit überdrüssig zu sein. Der Reisende frage ihn:“ Was machst du da?“ „Ich muss die Steine zu quadratischen Blöcken klopfen“, antwortete der Mann gereizt.</p>
<p>Dann entdeckte der Reisende in der Nähe einen anderen Mann, der genau das Gleiche tat.  Doch der schien zufrieden und sogar begeistert seine Arbeit zu verrichten. Der Reisende näherte sich ihm und stellte ihm die gleiche Frage:“ „Was machst du da?“ „Ich helfe mit, eine neue Kathedrale für die Stadt zu bauen“, rief der Mann begeistert.</p>
<p>Um die Freude über seinen Erfolg empfinden zu können, braucht man eine Art Beweis dafür, dass die geleistete Arbeit für einen selbst bzw. für andere wertvoll oder nützlich ist.</p>
<p>Es gibt aber auch eine <strong>Redewendung, die besagt, dass „man seine Freude für sich behalten</strong>“ solle. Nach diesem Prinzip leben viele Menschen. Doch hinter dieser Redewendung steht eigentlich die Vorstellung, dass der Erfolg des einen und den Neid der anderen hervorrufen kann und dass die Neider den Erfolgreichen vielleicht schlecht machen wollen.</p>
<p>Um dieser Überzeugung entgegenzuwirken, gewöhnen Sie sich an, andere an Ihrem Erfolg teilhaben zu lassen und alle zu würdigen, die einen Beitrag zu Ihrem Erfolg geleistet haben –in dem Sinne „Geteilte Freude ist doppelte Freude“.</p>
<p>Nachstehend erfahren Sie <strong>5 Verhaltensregeln (speziell auch für Führungskräfte),</strong> mit denen es Ihnen gelingen kann, dass andere sich mit Ihnen über Ihren Erfolg freuen.</p>
<ol>
<li>Lassen Sie die anderen von Anfang an Ihren Plänen teilhaben und geben Sie ihnen die Gelegenheit, eine beratende, unterstützende und motivierende Rolle in Ihrem Vorhaben zu spielen.</li>
<li>Schenken Sie auch den „kleinsten“ Fortschritten Beachtung.</li>
<li>Informieren Sie die anderen über Fortschritte und Erfolge.</li>
<li>Suchen Sie nach Möglichkeiten, wie Sie allen danken können, die zu Ihrem Fortschritt oder Erfolg beigetragen haben.</li>
<li>Erkennen Sie die Vorteile<br />
Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie merken, dass man ihren Beitrag zum Erfolg zu schätzen weiß und ihnen Anerkennung für den Erfolg zuteil werden lässt.</li>
</ol>
<p> Damit Teamarbeit gelingen kann, ist das <strong>gemeinsame Feiern der Erfolge und die Würdigung der einzelnen Leistungen</strong> der MitarbeiterInnen und Kolleginnen/Kollegen ein wichtiges Element.</p>
<p>Die kollektive Freude gibt Kraft, Stärke und Zuversicht &#8211; ein Baustein für eine gelungene Unternehmenskultur, Verbesserung des Betriebsklimas und letztlich ein wichtiger Faktor für die Gesundheitserhaltung aller beteiligten Personen.</p>
<p>Literatur/Quelle: Twin Star „Lösungen vom anderen Stern“ Ben Furman / Tapani Ahola</p>
<hr size="2" /><strong><span style="color: #800000;">Beantworten Sie sich selbst nachstehende Frage:</span></strong></p>
<p><strong> „Warum sollten wir mindestens genauso viel Zeit darauf verwenden, </strong></p>
<p><strong>Erfolge zu diskutieren, </strong><strong>wie wir darauf verwenden, Rückschläge zu diskutieren?“</strong></p>
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		<title>Kränkungen am Arbeitsplatz</title>
		<link>http://www.mariajachs.at/?p=299</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 12:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Beleidigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzung]]></category>

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		<description><![CDATA[In jedem Betrieb und in jeder Belegschaft kommt es immer wieder zu gegenseitigen Beleidigungen und Kränkungen. Auch denjenigen, die mit den edelsten sozialen und diplomatischen Fähigkeiten ausgestattet sind, passiert es, dass sie einmal jemanden durch Wort oder Taten beleidigen. Manchmal wird jemand aus purer Gedankenlosigkeit der anderen gekränkt. In den seltensten Fällen will man die <a href="http://www.mariajachs.at/?p=299" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In jedem Betrieb und in jeder Belegschaft kommt es immer wieder zu gegenseitigen Beleidigungen und Kränkungen. Auch denjenigen, die mit den edelsten sozialen und diplomatischen Fähigkeiten ausgestattet sind, passiert es, dass sie einmal jemanden durch Wort oder Taten beleidigen.</strong></p>
<p>Manchmal wird jemand aus purer Gedankenlosigkeit der anderen gekränkt. In den seltensten Fällen will man die Gefühle der anderen vorsätzlich verletzen, und wenn es doch vorkommt, geschieht es im Allgemeinen aus Rache oder Vergeltung, d.h. eine Verletzung ging voraus.</p>
<p>Ein Schlüssel zu einem gesunden Betriebsklima und zum psychischen Wohlbefinden der MitarbeiterInnen liegt in der Fähigkeit, Kränkungen zur Sprache zu bringen und aus der Welt zu schaffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Im Idealfall ist es so, dass derjenige, der sich gekränkt (beleidigt, betrogen oder verletzt) fühlt, so bald wie möglich nach dem „Ereignis“ mit demjenigen spricht, der ihm die Kränkung zugefügt hat.</strong></p>
<p>Meistens aber hat der Gekränkte Angst davor, dass das direkte Gespräch über seine Verletzung die Dinge eher schlimmer macht als besser.</p>
<p>Wer beschuldigt wird, andere gekränkt zu haben, rächt sich unter Umständen wirklich dadurch, dass er gleich wieder eine Kränkungs-Wiederholungstat begeht und sie als Methode der Selbstverteidigung benutzt.</p>
<p><strong>Typische Wiederholungstaten:</strong></p>
<p>-          Das Gespräch verweigern</p>
<p>-          Den Vorfall als erledigt betrachten „Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten“</p>
<p>-          Die Retourkutsche fahren „ Ist Ihnen eigentlich klar, wie oft Sie mich schon beleidigt haben?“</p>
<p>-          Behaupten, der Gekränkte habe etwas missverstanden</p>
<p>-          Den anderen beschuldigen, überempfindlich zu sein</p>
<p>-          Behaupten der andere sei ein Spielverderber<br />
            „Haben Sie nicht gemerkt, dass es nur ein Scherz war“</p>
<p>-          Suggerieren der andere sei paranoid „Niemand hat so etwas gesagt.<br />
            &#8220;Das müssen Sie sich eingebildet haben.“</p>
<h3><span style="color: #800000;">Wie kann nun ein Gespräch mit dem Beleidiger beginnen?</span></h3>
<p><strong>Merke:</strong> Das Thema <strong>ruhig</strong> besprechen (ohne Zorn, Aggression&#8230;), damit hat das Gegenüber weniger Stress und kann besser zuhören!!!</p>
<p><strong>Beispiele um ins Gespräch zu kommen:</strong></p>
<p>„Das was Sie gestern gesagt haben, hat mich ziemlich geärgert. Könnten wir mal darüber reden“.<br />
Es ist mir wichtig, dass wir weiterhin gut miteinander auskommen. Deshalb möchte ich mir Klarheit darüber verschaffen, was letzte Woche geschah – wenn Ihnen das so recht ist.<br />
Mit Sicherheit haben Sie das, was Sie sagten, nicht so gemeint, aber es hat mich ziemlich gekränkt. Und darüber wollte ich gerne mit Ihnen sprechen.</p>
<p>Wenn Sie heute oder spätestens morgen ein paar Minuten Zeit hätten, sollten wir uns mal unterhalten. Ich möchte einfach sicher sein, dass es zwischen uns kein böses Blut gibt.</p>
<h3><span style="color: #800000;">Wie verhält man sich am besten aus der Sicht des Beleidigers?</span></h3>
<p>Wenn man Kränkungen und Streitereien beilegen will, muss man den natürlichen Impuls, in die Defensive zu gehen, unterdrücken und demjenigen zuhören, der einem mitteilt, dass man ihn beleidigt oder gekränkt hat. <strong>Wahrheit ist, das was wirkt bzw. beim anderen ankommt!!!</strong></p>
<p>Selbstverteidigung ist zwar eine ganz normale Reaktion, führt aber fast immer zu einer Kränkungs-Wiederholungstat gegen den bereits Gekränkten.</p>
<ol>
<li>Danken Sie dem Gekränkten, dass er das Thema angesprochen hat</li>
<li>Zeigen Sie Verständnis</li>
<li>Akzeptieren Sie Ihre Verantwortung, entschuldigen Sie sich für den Vorfall</li>
<li>Lassen sie die Dinge nicht offen „Gibt es eine Möglichkeit, wie ich das wieder gutmachen kann?“</li>
<li>Zukunftssicherung<br />
“Was kann ich tun, damit eine solche Situation in Zukunft nicht mehr entsteht?“</li>
</ol>
<p> Literatur/Quelle: Twin Star „Lösungen vom anderen Stern“ Ben Furman / Tapani Ahola</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>„Sei achtsam mit dir selbst. Sei achtsam mit anderen.“     </strong>Dalai Lama</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Kraft der Sprache einsetzen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 11:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kraft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Prägung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Die individuelle Ausdrucksweise eines Menschen steht in direktem Zusammenhang mit seinen tiefen Prägungen und mit seiner Lebensgeschichte. Diese kommen viel häufiger zur Sprache als Sie es ahnen. Jeder Mensch hat zu jedem Wort Erinnerungen und Gefühle gespeichert. Diese Speicherungen schwingen bei jeder Äußerung mit und beeinträchtigen oft die beabsichtigte Aussage. Mit der gewohnten Ausdrucksweise erhalten <a href="http://www.mariajachs.at/?p=292" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die individuelle Ausdrucksweise eines Menschen steht in direktem Zusammenhang mit seinen tiefen Prägungen und mit seiner Lebensgeschichte. Diese kommen viel häufiger zur Sprache als Sie es ahnen. Jeder Mensch hat zu jedem Wort Erinnerungen und Gefühle gespeichert. Diese Speicherungen schwingen bei jeder Äußerung mit und beeinträchtigen oft die beabsichtigte Aussage.</p>
<p>Mit der gewohnten Ausdrucksweise erhalten Sie alte Denk- und Verhaltensmuster aufrecht. Bereits mit einer kleinen, gezielten Änderung der Wortwahl oder des Satzbaus erreichen Sie eine ungeahnte und anhaltende Wirkung auf das Denken, Sprechen und Handeln und eröffnen sich neue Handlungsspielräume.</p>
<p>Mit der steigenden Bewusstheit für die Sprache und ihre Wirkungsweise wird die Kommunikation klar, eindeutig und warmherzig. Herz und Verstand sprechen die gleiche Sprache. Körper, Seele und Geist kommen in Einklang.</p>
<p><strong><br />
</strong><strong>Praktische Beispiele:</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Lesen Sie nachfolgenden Satz zweimal und fühlen Sie die Wirkung, hören Sie sich sprechen – wie klingt ihre Stimme? Welche Gestik und Mimik gehört zu diesem Satz?</p>
<p><strong>Bsp1: </strong><strong>„Nach all meinem Engagement <em>erwarte</em> ich von meinem Chef ein Zeichen des Dankes.“</strong></p>
<p>Erklärung: Erwartung berechnet. Erwartung bringt Enttäuschung.</p>
<p>Gib aus Freude. Das, was du frohen Herzens gibst, wird wieder zu Dir kommen.</p>
<p>Neue Formulierung:  Meine Arbeit bereitet mir große Freude und bringt gute Resultate. Das erfüllt mich.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bsp2: „Wir <em>kämpfen</em> im Büro regelrecht, damit wir endlich eine neue Computeranlage kriegen.“</strong></p>
<p>Erklärung: Kampf und Krieg beherrschen das Denken vieler Menschen. Kampf erzeugt  Druck und Abwehr. Viel leichter gelingt das Leben mit dem persönlichen Einsatz.</p>
<p>Neue Formulierung:  Wir Kollegen setzen uns dafür ein, dass wir schon bald eine neue Computeranlage bekommen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bsp3:</strong> <strong>„Diese Aufgabe werde ich in <em>Angriff </em>nehmen“</strong></p>
<p>Erklärung: Angriff ist Krieg und zerstört. Er ruft die Verteidigung auf den Plan.</p>
<p> Neue Formulierung:  Ich mache mich an diese Aufgabe.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bsp4: „Wir haben <em>über</em> die neue Kollegin geredet.“</strong></p>
<p>Erklärung: Redest du <em>über</em> jemanden, so stellst du dich über ihn. Damit stellst du ein Gefälle her, das nach einem Ausgleich ruft. Irgendwann bist du unten und unterlegen.</p>
<p>Neue Formulierung:  Wir haben von der neuen Kollegin gesprochen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Buchtipps siehe unter <a href="http://www.lingva-eterna.de">www.lingva-eterna.de</a> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Liebe und Spiel&#8221; Die vergessenen Grundlagen des Menschseins</title>
		<link>http://www.mariajachs.at/?p=287</link>
		<comments>http://www.mariajachs.at/?p=287#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 May 2010 11:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Angenommen werden]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Maturana]]></category>
		<category><![CDATA[Menschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnhaftigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Zugehörigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Thema „Liebe und Spiel“ – Die vergessenen Grundlagen des Menschseins nehme ich auf Humberto R. Maturana (Mediziner, Biologe, Wissenschafter, Neurobiologe) Bezug. Im nachfolgenden Text präsentiere Ihnen aus meiner Sicht einige wesentliche Grundaussagen:       In der Geschichte, aus der wir entstanden sind, sind Liebe und Spiel keine Vorstellungen und Begriffe, sondern Merkmale einer <a href="http://www.mariajachs.at/?p=287" class="more-link">Mehr &#62;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum Thema „Liebe und Spiel“ – Die vergessenen Grundlagen des Menschseins nehme ich auf Humberto R. Maturana (Mediziner, Biologe, Wissenschafter, Neurobiologe) Bezug.</strong></p>
<div><strong>Im nachfolgenden Text präsentiere Ihnen aus meiner Sicht einige wesentliche Grundaussagen:</strong></div>
<div><strong> </strong></div>
<div><strong> </strong></div>
<p><strong> </p>
<p></strong></p>
<p>In der Geschichte, aus der wir entstanden sind, sind Liebe und Spiel keine Vorstellungen und Begriffe, sondern Merkmale einer Lebensweise, die Generation für Generation bewahrt wurde und durch deren Bewahrung Sprache entstehen konnte. Liebe und Spiel waren unreflektierte Merkmale des Säugetierlebens unserer noch nicht menschlichen Vorfahren. Säugetiergewohnheiten, die zentral wurden im Lebensvollzug unserer Vorfahren.</p>
<p>Die Handlungen, die eine Säugetiermutter ausführt, wenn sie im intimen körperlichen Kontakt ihre Kinder säugt, brachten völliges <strong>Angenommensein </strong>zum Ausdruck; die innige Unterstützung ohne jeden Vorbehalt und in der <strong>umsorgenden Achtsamkeit</strong> brachte <strong>Zärtlichkeit</strong> mit sich und die Handlungen der Säugetiermutter, wenn sie ihre Kinder leckt und reinigt, brachten <strong>Sinnlichkeit und Sinnhaftigkeit</strong> mit sich.</p>
<p>Biologisch verlangt die normale Entwicklung eines Kindes ein Leben in Liebe, ein Leben in gegenseitiger Annahme mit seiner Mutter und anderen nahen Erwachsenen, vom Mutterleib an, ohne Erwartungen die Zukunft betreffend. Gleichzeitig verlangt die normale gesunde Entwicklung des Kindes ein Leben im Spiel, das heißt, ein Leben erfüllt von Handlungen, die um ihrer selbst willen vollzogen werden, ohne irgendein Ziel oder einen Zweck. Das <strong>Vertrauen</strong> der totalen Spielversunkenheit mit Mutter und Vater, das Vertrauen des totalen Angenommenseins durch Mutter und Vater im Spiel ermöglicht es dem Kind in <strong>Selbstannahme</strong> und <strong>Selbstrespekt</strong> heranzuwachsen.</p>
<p>Liebe und Spiel sind „<strong>nur“ Lebensweisen</strong>, Arten des Sich-Beziehens, Handlungsbereiche, keine Reflexionen, keine Begriffe, keine Tugenden, keine Werte, nicht gute oder schlechte Verhaltsweisen;</p>
<p>Wir gehen davon aus, dass Liebe und Spiel als die Art und Weise zu leben und sich miteinander in Beziehung zu setzen, die Grundelemente der Geschichte sind, aus der menschliche Wesen entstanden sind. <strong>In der Liebe ist die Annahme des anderen, Zärtlichkeit und Sinnhaftigkeit enthalten. Spiel bringt Offenheit, Plastizität und Lebensfreude mit sich.</strong></p>
<p>Mit der Etablierung der Patriarchalität kam das Spiel als Lebensweise, die den Menschen von der Kindheit bis zum Grab in sich barg, zu einem Ende, ging das Vertrauen ins Leben verloren, und die Suche nach Kontrolle und Sicherheit, als Hauptmerkmale einer neuen Lebensweise, nahm ihren Anfang.</p>
<p>Wir modernen Menschen der westlichen Welt leben eine Kultur, die Emotionen gering, Verstand und Rationalität dagegen hoch schätzt. Wir sind daher kulturell blind geworden für die biologischen Grundlagen unseres Menschseins.</p>
<p>Es ist natürlich positiv, Verstand und Rationalität als grundlegende Merkmale menschlicher Existenz hoch zu schätzen; gleichzeitig aber verhängnisvoll, Emotionen abzuwerten, denn sie sind ebenso Grundlage menschlicher Existenz.</p>
<p>Emotionen sind dynamische (strukturelle) Dispositionen unseres Körpers, die in jedem Augenblick den Handlungsbereich bestimmen. Aufgrund unserer kulturell erzeugten Blindheit für unsere Emotionen sind wir nicht mehr in der Lage zu erkennen, dass <strong>unsere Emotionen, unsere Physiologie und unsere Anatomie ineinander greifen</strong> und dass ihre natürliche Verflechtung für unsere individuelle Lebensgeschichte (Ontogenese) von der Empfängnis bis zum Tod bestimmend ist.</p>
<p>Wir verlieren unser individuelles und soziales Bewusstsein in dem Maß, in dem wir aufhören zu spielen und unser Leben in eine ununterbrochene Rechtfertigung unserer Handlungen verwandeln, die uns blind macht für uns selbst und andere Menschen.</p>
<p>Wenn wir aufhören, Emotionen abzuwerten, dann haben wir die Chance, Gefühle wieder ausdrücken und damit umgehen zu lernen. Wir fühlen uns dann wieder als „ganzer Mensch“ und vor allem <strong>gesund und lebendig</strong>. Es wäre schade, das Leben nur halb gelebt zu haben!!</p>
<p>Übrigens: Nicht nur in der Partnerschaft und in der Familie lässt sich Liebe und Menschsein ausdrücken!</p>
<p><strong>Literaturtipp:           Humberto R. Maturana, Gerda Verden Zöller<br />
“Liebe und Spiel“ Die vergessenen Grundlagen des Menschseins<br />
</strong>Carl Auer Verlag, ISBN-13: 978-3-89670-489-4 / 4. Auflage 2005</p>
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